DOCSIS 3 1 Low Split  Bild © VodafoneDOCSIS 3 1 Low Split (Bild © Vodafone)

Der Betreiber setzt auf DOCSIS 3.1 Low Split, wodurch ein Teil des Kabelspektrums von älteren DOCSIS 3.0-Kanälen auf DOCSIS 3.1 umverteilt wird. Dieser Weg vermeidet die Nutzung des durch Kanalumstellungen freigewordenen TV-Spektrums und hängt vom rückläufigen Anteil von DOCSIS 3.0-Modems im Feld ab.

Um die Download-Geschwindigkeiten zu schützen und gleichzeitig die Upstream-Kapazität zu erhöhen, setzt Vodafone ein mehrjähriges Node-Split- und Fiber-Deep-Programm fort. Bis 2025 will das Unternehmen rund 2.500 Standorte modernisieren, Glasfaser näher an die Haushalte heranbringen und die Servicegruppen von bisher rund 2.000 Haushalten auf etwa 200 verkleinern. Kleinere Segmente bedeuten, dass weniger Nutzer dieselben Funkfrequenzkanäle teilen, was die Stabilität bei höheren Lasten verbessert.

Vodafone erhöht Upload LimitsVodafone erhöht Upload Limits (Bild © Vodafone)

Neue Kabelstufen und stille Download-Erhöhungen

Neben der Erhöhung der Upstream-Kapazität führt Vodafone ab dem 29. Januar Tarifänderungen ein:

  • Giga Zuhause 150 Kabel und Giga Zuhause 300 Kabel: jeweils +50 Mbit/s Download.
  • Giga Zuhause 600 Kabel: +100 Mbit/s Download.
  • Neu: Tarif Giga Zuhause 800.
  • Die monatlichen Grundpreise bleiben gleich, sodass die Änderungen eher als Mehrwert denn als Preiserhöhung zu sehen sind.

Vodafone hat DOCSIS 3.1 High-Split getestet und die Neuzuweisung von Teilen des Downstream-Spektrums (bis zu 876 MHz, potenziell 1,2 GHz) zum Upstream in Münster, Kleve und Ingolstadt für ~50.000 Haushalte und dabei bis zu 400 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit erreicht. Das hat aber auch einen Nachteil: Der Downstream-Spielraum wird reduziert, es sei denn, die Anlage wird erweitert.

Die Umstellung auf das 1,2-GHz-Spektrum kann beide Richtungen verbessern, erfordert aber umfangreichere Bau- und Innenausbauarbeiten: Austausch von Straßenverschlüssen („Muffen”) oder Glasfaseranschlüssen zum Grundstück und Austausch von Verstärkern, die derzeit bei etwa 865 MHz ihre Obergrenze erreichen. Diese Kosten und die Komplexität machen Low Split zu einem schnellen und kostengünstigen landesweiten Schritt, während die Vorarbeiten für zukünftige Spektrum-Upgrades weitergehen.