Apple Mac Pro: Sockel LGA 2011-Prozessoren lassen sich austauschen
Der Teardown eines elektronischen Devices gehört zum guten Ton, deshalb hat der OWC-Blog (Other World Computing) den neuen Mac Pro bereits Ende des letzten Jahres genau unter die Lupe genommen. Beim Auseinandernehmen des neuen Gehäuses haben die Experten festgestellt, dass der verbaute Prozessor nicht mit der Platine verlötet ist und dementsprechend, zumindest theoretisch, gegen ein schnelleres Sockel LGA 2011-Modell getauscht werden kann. Nun hat der Blog die Probe aufs Exempel gemacht und den eingesetzten Intel E5–1650 V2-Prozessor gegen eine 8-Kern-Variante getauscht; mit Erfolg!
Other World Computing-Blog (Bild © OWC)
Käufer eines neuen Apple Mac Pro können sich freuen, denn die Prozessoren des teuren High-End-Rechners lassen sich spielend einfach gegen andere Intel-Modelle tauschen. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, doch bei den MacBook und iMac-Modellen hat der Hersteller aus Cupertino die CPUs mit der Platine verlötet, sodass zukünftige Aufrüstaktionen nicht möglich sind.
Wer sich hingegen den schwarzen Mac Pro auf den Schreibtisch stellen will, kann nun zumindest absolut sicher sein, dass das Gerät auch zukünftig mit schnelleren Prozessoren bestückt werden kann. Die Kollegen von OWC haben den standardmäßig verbauten Intel E5–1650 V2, ein Sechs-Kerner mit je 3,5 GHz Taktfrequenz, gegen einen Acht-Kern-Prozessor (E5-2667 V2, mit 3,30 GHz und 25 MB Cache) getauscht und konnten, in der Multi-CPU-Geschwindigkeit, deutlich zulegen. Während das Sechs-Kern-Modell im Geekbench 20.777 Punkte erreicht, schafft es der Acht-Kerner auf 27.004 Zähler. Auch den Vergleich mit dem 3 GHz schnellen Acht-Kern-Prozessor, der für 2.000 Euro im Apple-Konfigurator hinzugebucht werden kann, gewinnt der höher getaktete E5-2667 V2 deutlich (27.004 anstatt 24.429 Punkte).
Somit können sich Anwender, wenn sie über das nötige Kleingeld verfügen, selbst einen High-End Mac Pro bauen. Der Acht-Kern-Prozessor, den der OWC-Blog verbaut hat, ist bei den bekannten Preisvergleichsportalen mit rund 1.800 Euro gelistet (jedoch nicht verfügbar); also 200 Euro günstiger als bei Apple selbst.